Dienstag, 12. September 2017

Von Kesseln und anderem :-)

In Fh`ernwald gibt es viele kulturelle Dinge. Pilzkulturen, die einem beim Waldspaziergang Versicherungen verkaufen wollen. Joghurt- Kulturen die nicht gegessen werden wollten, und auswanderten. Ältere Kulturen in den Tiefen des Waldes die einem auch schon mal auffraßen, wenn man nicht aufpasste.

Ebenso Jugendkulturen. Heißt bei den gelegentlich langlebigen Bewohnern des Hunderückens, das sich diese auch mal ein paar hundert Jahre hinziehen kann. Die Jugend sowie auch das Alter, je nach vorhandener Köpertemperatur. Bei einigen mag sie auch länger dauern, bei anderen kürzer, je nach Wesen und Jäger oder Opferstatus.
Das war insbesondere für niedliche Bambis schwer, gerade dann wenn die Mutter gefressen wurde und man als Kitz  alleine durch die Wäler daddelte. Da die heimische Fauna in den örtlichen Wäldern nicht unbedingt auf niedliche Wesen stand (abgesehen davon, wenn man/es gerade was essen wollte), waren es meist kurze Ausflüge in die weite Welt. Dafür waren dann andere satt und räkelten sich wollig in Höhle, Bau oder Horst.  Einige Wesen wie Werkanichen oder Werbambis machten sich den niedlichkeitsfaktor allerdings auch zunutze. Verschwundene Wanderer aus den Ebenen konnten ein Lied davon singen, sofern sie scharfen Zähnen entkommen konnten.
In letzter Zeit etabliert sich unter den Junghexen wie Magiern ein Trend der dem örtlichen Magistrat Sorgen bereitete. Kesselrennen! Ausgediente Hexenkessel wurden modifiziert, mit einem magischen Motor, Auspuff und Lenkrad versehen, und schon hat man so ziemlich das wildeste Gefährt das man sich vorstellen konnte.  Schock inklusive wenn auf den steilen Gebirgswegen eines dieser Gefährte an einem Bauern auf seinem Eselkarren vorbeirauschte, und für einen steinig wie holprigen Absturz sorgte.
Die Dorfbewohner mit ihrer eher konservativen Auslegung des Lebens sahen das Ganze mit gemischten Gefühlen. Nicht das sie sich gerne in die Handlungen vom Magie praktizierenden einmischen würden. Das tat man schon aus Selbstschutz nicht gerne. Aber wenn man noch nicht einmal die überwiegend schlammige Hauptstraße im Dorf (es gab nur eine) überqueren konnte ohne in Grund und Boden gerammt zu werden dann gärte es bald in der Bevölkerung. So wurde eiligst ein Dorfsheriff mit zwei Gehilfen eingestellt, der dem unsinnigen treiben ein Ende bereiten sollte und auch Kh`nöllchen bei falschparken von Eselkarren verteilen durfte.
Besenwesen erwiesen sich bei Unfällen als gute Erste Hilfe Helfer wenn eine Junghexe mal wieder falsch an einem Weg abgebogen und sich in einem Baum verfranst hatte. Nach exzessiven Blütenpollenkonsum kam das häufiger vor als man denken mochte.
So hielt ein gewisses Maß an moderne Einzug in Fh`ernwald. Nun waren die Junghexen ziemlich modern, bzw. hielten sich dafür. Bald war der angesagte Treff die Reparatur und Aufmotzwerkstatt von Troll Mupfel und seinem Compagnon Gnom Eh`ilfertig.
Alles in allem eine gute Sache, sorgte eine gute Konjunktur doch für nötige Arbeitsplätze. Wäre da nicht die sehr lästigen Auflagen des Magistrats der unbedingt die Luft von magischen Partikeln freihalten wollte…….